Ödemtherapie

  • Manuelle Lymphdrainage
  • Kompressionstherapie
  • Entstauungsgymnastik
  • Hautpflege

Durch eine „komplexe physikalische Entstauungstherapie“( KPE) wird das Ödem reduziert. Die oben genannten vier Säulen der KPE werden in unterschiedlicher Intensität kombiniert. Dazu gehört neben der Lymphdrainage eine individuelle Kompressionstherapie, die das Ergebnis sichert. Die Entstauungsgymnastik bietet verschiedene Übungen, die die Muskulpumpen des Körpers anregen und einen Abtransport von Lymphflüssigkeit fördern. Die Hautpflege ist wichtig, da Verletzungen im Ödemgebiet oft nicht zu heilen und sich somit chronische Wunden bilden können. Außerdem wird die Haut unter der Kompressionstherapie oft trocken und spröde. Zum Themengebiet der Hautpflege gehört auch die medizinische Fußpflege bzw. podologische Behandlungen

 

Die KPE besteht aus zwei Phasen. Phase 1 ist die sogenannte Entödematisierungs- oder Entstauungsphase. Hier findet eine hochfrequente Manuelle Lymphdrainage (am besten täglich) mit anschließender Kompressionsbandagierung statt. Die Hautpflege und das Anleiten zu bzw. Durchführen von gezielten entstauuenden Übungen gehört ebenso dazu.

 

Die zweite Phase der KPE ist die Erhaltungs- und Optimierungsphase. Hier findet, je nach Ödemausprägung, eine niederfrequentere Manuelle Lymphdrainage statt (zumeist 1-3x pro Woche, je nach Ödemausprägung!!!).

 

Die Kompressionstherapie wird in Form von maßangefertigter flachgestrickter Kompressionsware durchgeführt, wobei auch in dieser Phase hin und wieder bandagiert wird. Die Hautpflege ist nach wie vor ein wichtiges Thema. Auch die Bewegungstherapie sollte nicht vernachlässigt werden.

 

Die KPE gilt als derzeit effektivste Behandlung von Lymphödemen